• 18.05.: Werbetour für neue Bläserklasse

  • Sehnsucht nach Wahrheit
    Illustrationsbild











    Das ambitionierte Buch „Sehnsucht nach Wahrheit“ ist als Schulprojekt an unserer Schule in den vergangenen zwei Jahren entstanden, weist aber weit über den unmittelbaren schulischen Zusammenhang hinaus. Die zahlreichen Interviews, die von Schülern durchgeführt worden sind, zeichnen kaleidoskopartig ein interessantes Bild der Region um Alfeld/Leine, wobei kaum ein lebensweltlicher Aspekt fehlt. [mehr lesen]
    Werner Nienhaus, 23.09.2012

    Die Bläserklasse


    Das Projekt aus der Sicht einer Schülerin der ersten Bläserklasse

    Illustrationsbild Schon in der fünften Klasse - kurz nach dem Halbjahreszeugnis und wir hatten uns gerade eingelebt - mussten wir uns entscheiden, in welche 6.Klasse wir gehen wollten. Die Auswahl war groß: Bläserklasse, bilinguale Klasse, Technikklasse oder eine Klasse ohne Schwerpunkt.

    Eine Bläserklasse hatte es an unserer Schule bislang nicht gegeben. Wer sich dafür entscheiden würde ein Blasinstrument zu lernen würde noch mehr Zeit in der Schule verbringen müssen. Vorkenntnisse sollte niemand haben, alle sollten auf dem gleichen Stand anfangen: bei Null! Ich wollte unbedingt dabei sein. Anfangs wusste aber niemand, ob sich überhaupt genügend Schüler dafür interessieren würden. Aber es klappte und wir wurden die erste Bläserklasse des GA!

    Anfang der 6. Klasse ging es endlich los: Frau Vahl, unsere Musiklehrerin, zeigte uns zunächst Filme und musste uns viel erklären. Dann hab es einen Instrumentenworkshop, damit jeder "sein" Instrument finden konnte! Wir freuten uns riesig darauf! Es wurden verschiedene Gruppen gebildet und jeder durfte alle Instrumente ausprobieren.
    Herr Temkine war für die Klarinetten und Saxophone, Frau Bergmann für die Querflöten und Herr van Hal für die Trompeten, Posaunen, Euphonien und für die Tuba zuständig. Nicht alle konnten aus jedem Instrument einen Ton herausbringen, aber das war auch nicht so wichtig...
    Wir mussten nun unser Instrument wählen, ich wollte Trompete spielen. Aber so einfach war das nicht: Denn bestimmte Instrumente waren besonders beliebt, zum Beispiel das Saxophon, da konnte wohl nicht jeder seinen Herzenswunsch erfüllt bekommen. Wir mussten daher eine Hitliste unserer drei Wunschinstrumente aufschreiben und auch das Instrument nennen, das wir auf gar keinen Fall spielen wollten. Es war ziemlich spannend: Würde jeder sein Wunschinstrument bekommen oder musste sich jemand gar mit dem Drittwunsch abgeben?
    Bei den meisten klappte es, aber drei Kinder bekamen dann doch nur ihren Drittwunsch erfüllt und waren enttäuscht. Sie fanden sich dann doch gut zurecht - Der erste Wunsch ist nich immer die richtige Wahl!

    Die Instrumente bekamen wir leider erst kurz vor den Weihnachtsferien - und erst dann bekamen wir unsere erste Instrumentalstunde. Schließlich durfte jeder seinen Instrumentenkoffer, der größer (Tuba) oder kleiner (Querflöte) sein konnte, mit in die Herbstferien nehmen, denn die Lehrer bestanden darauf, dass jeder mit seinem Instrument umzugehen lernte.
    Nach den Ferien durften wir gemeinsam im "Orchester" unseren ersten Ton spielen. Das hörte sich nicht gerade so an, als ob wir es jemals lernen würden! Aber mit der Zeit klappte es immer besser.

    Nach ein paar Wochen gab es dann die ersten Probleme: Die ersten Macken und Beilen waren zu beklagen und ein Mundstück ging ganz kaputt.
    Irgendwann lernten wir die ersten gemeinsamen kurzen Stücke und sollten diese auch gleich anderen vorspielen. Anderen? Oh je: unser erster Auftritt! Wenigstens nur vor unseren Eltern!
    Wir freuten uns zwar riesig, waren aber auch extrem aufgeregt. Am Ende lief alles gut und unsere Eltern waren sogar begeistert. Nach diesem Auftritt trauten wir uns auch einmal, in der großen Pause zu spielen. Das kam bei einigen gut an, bei anderen nicht so.

    Kurz vor Weihnachten kam der erste Rückschlag: Frau Vahl überbrachte uns die schlechte Nachricht, dass wir noch nciht an der Weihnachtsmusik teilnehmen konnten. Aber wir durften die Austauschschüler aus England begrüßen, denen wir im Begegnungszentrum einige Stücke vortrugen.

    Wir bekamen auch eingene "Bläserklasse"-T-Shirts. Inzwischen waren selbst mehrstimmige Lieder für uns kein Problem mehr. Unsere Lehrer waren beeindruckt über die großen Lernfortschritte, die wir in der Gruppe erzielt hatten.
    Wir wurden immer mehr eine richtige Gemeinschaft. Und so stand bald auch fest, dass es eine neue Bläserklasse geben sollte.
    Denn wir hatten es geschafft und durften nun den interessierten Fünftklässlern vorspielen, was wir gelernt hatten. Sogar die Zeitung schrieb einen Artikel über uns!

    Wir hatten dieses Jahr einen Riesenspaß am Musikunterricht. Kein Wunder, denn gemeinsam ein Instrument zu erlernen und zusammen Musik zu machen ist nunmal wirklich etwas ganz Besonderes.

    Wer sich für die Bläserklasse interessiert, sollte keine Angst haben. Alle fangen bei Null an und wir haben es ja auch alle geschafft!
    Und jeder ist herzlich eingeladen, zu einem unserer nächsten Auftritte zu kommen!
    © Zara Mansius, Jahrbuch GA 2005/2006
    13.06.2013 19:00 - 14.06.2013 19:00
    Big Band Konzerte in der Aula des Gymnasiums

    22.06.2013 10:00
    Abitur-Entlassung 2013